Leitbild und Zielsetzung

 
Zielsetzung
Grundlegend sind unsere Angebote sehr stark von dem Gedanken der In­klusion sowie der gemeindenahen und personenbezogenen Unterstützung getragen:
 
  1. Förderung von Menschen mit einer geistigen Behinderung und An­regung zu mehr Selbstständigkeit und Eigeninitiative
  2. Überwindung der sozialen Isolation, der Menschen mit einer geisti­gen Behinderung und deren Angehörige häufig ausgesetzt sind
  3. Abwechslungsreiche Gestaltung der freien Zeit für Menschen mit und ohne einer geistigen und zum Teil körperlichen Behinderung
  4. Unterstützung, Entlastung, Hilfen und Beratung von Eltern und An­gehörigen
  5. Ermöglichung der Teilhabe aller am öffentlichen Leben
Wir empfinden unser Engagement stets als eine Herausforderung, die auf der Suche nach dem eigentlich Menschlichen den Blick öffnen möchte: getragen von der Vision einer Gesellschaft, in die niemand erst integriert werden muss, sondern in der ganz selbstverständlich alle dazugehören und von allen gestaltet wird.
 
Unser Leitbild
  1. Jeder Mensch mit einer Behinderung unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht und Religionszugehörigkeit soll in seinem Recht auf indi­viduelle Hilfe ohne Zwang und ohne Bevormundung wahrgenommen und geachtet werden.
  2. Gegenseitige Akzeptanz, Partnerschaftlichkeit und Wertschätzung bil­den die Basis, auf der unser Angebot auf individuelle Förderung und Unterstützung wahrgenommen, sowie das Interesse nach Stärkung ei­gener Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten unterstützt wer­den kann. Das schließt auch die darin beinhaltete Anregung zu mehr Selbständigkeit und Eigeninitiative mit ein.
  3. Immer mehr Menschen mit aber auch ohne Behinderung erleben ihre individuelle Handlungsfähigkeit in der Gesellschaft zunehmend als eingeschränkt. Hier möchten wir mit unseren Angeboten ansetzen; wir schaffen Freiräume, in denen Hoffnungen, Wünsche und Träume, aber auch Unsicherheiten und Ängste ihren Raum finden und z. T. auch spielerisch ausgedrückt bzw. erlebt werden können.
  4. Wir fördern die Interessenwahrnehmung der von uns begleiteten und beratenen Menschen in der Öffentlichkeit. So arbeiten wir an der Überwindung sozialer Isolation, der Menschen mit einer Behinderung und deren Angehörige häufig ausgesetzt sind.
  5. Die größtmögliche Teilhabe an der Gesellschaft, d.h. am öffentlichen wie auch christlichen Leben, für Menschen mit Behinderung zu er­möglichen, liegt allen Neukonzipierungen von Angeboten und Pro­jekten zu Grunde.
  6. Wir vertreten die Ansicht, dass auch Menschen mit einer Behinderung ein individuelles Recht auf eine sinnvolle Freizeitgestaltung, sowie das Recht auf lebenslanges Lernen zusteht.
  7. Begleitend zu unseren Angeboten sehen wir als einen wichtigen Tätig­keitsbereich auch die Unterstützung, Hilfestellung und Beratung von Eltern und Angehörigen an.
  8. Als ambulante Einrichtung der Behindertenhilfe verstehen wir uns als gleichberechtigter, verbindlicher und offener Kooperationspartner an­derer Träger, Einrichtungen und Privatpersonen.
  9. Ehrenamtliche, Honorarkräfte und hauptamtlich Mitarbeitende unter­stützen und motivieren sich gegenseitig bei dem Bestreben o. g. Ziele mit und für Menschen mit einer Behinderung umzusetzen.
  10. Als diakonische Einrichtung richten wir unser Handeln nach dem auch für uns geltenden Leitbild des Diakonischen Werks Freiburg i. Br. aus.
 
Das Prinzip des Mitgestalten-Mitbestimmen-Miterleben-Könnens
Schon im Jahr 2000 startete der ABC unter dem Namen: „Hier bin ich Mensch – hier möchte ich sein“ das Projekt der ganzheitlichen Beglei­tung aller Menschen ob mit oder ohne Behinderung, die sich im ABC en­gagieren möchten. Nach dem großen Erfolg und der positiven Resonanz wurde es kontinuierlich immer wieder neu durchgeführt. Hierbei gelten folgende Grundgedanken:
  • Eigene Stärken: Jede/ r kann sich mit den eigenen Stärken und Fähigkeiten einbringen.
  • Vielfalt bereichert: Die Vielfältigkeit der Angebote bietet für sehr unterschiedliche Menschen jeden Alters die Möglichkeit, sich zu engagieren.
  • Zeitliche Flexibilität: Von regelmäßigen Aufgaben bis zu sporadi­schen Begleitungen, ganz nach den eigenen Möglichkeiten, können Aufgaben übernommen werden.
  • Wertschätzung: Ideen, Anregungen und Kritik der Einzelnen wer­den aufgegriffen und möglichst verwirk­licht bzw. umgesetzt.
  • Qualifizierung: Wir bieten mehr als nur die Möglichkeit des En­gagements. So gibt es unterschiedliche For­men der kostenlosen Qualifizierung in Eigenre­gie, aber auch trägerübergreifend in Zusam­menarbeit mit anderen Einrichtungen.
  • Soziales Leben: Die Motivation der Einzelnen ist sehr unter­schiedlich und individuell. Sie sehen ihr Enga­gement als:
    *persönliches Wachstum
    *Chance zum Mitgestalten von Lebenswelten
    *Möglichkeit für persönliche Kontakte, Freundschaften
    *Orientierung in einer neuen Stadt
    *Bereicherung und Ausgleich zu Studium, Be­ruf oder WfB
Geleitet wird das Projekt vom Gedanken des Mitgestalten-Mitbestimmen-Miterleben-Könnens. Voraussetzung ist neben der Möglichkeit zur Quali­fizierung eine Atmosphäre des Wohlfühlens und die Chance der prakti­schen Umsetzung … also: Kopf – Herz – Hand.