Komm mir nicht zu fern
Ein Stück über Nähe – Distanz – Räume
Dreizehn Menschen leben, wohnen und arbeiten zusammen ... ihre Herkunft und ihre Voraussetzungen sind höchst unterschiedlich, ihre Wünsche und Bedürfnisse sind es auch. Manche haben ein Verhältnis zueinander wie Feuer und Wasser. Aber sie müssen miteinander auskommen – oder auch nicht …
Sie treffen immer wieder aufeinander, gewollt oder ungewollt. Manchmal wird auf das große Rendezvous gewartet, auch vergebens, manchmal kommt es zu völlig unerwarteten Begegnungen. Die Räume, in denen sie stattfinden, werden nur angedeutet. Die Grundgefühle und Emotionen der Beteiligten rücken dafür umso mehr in den Vordergrund.
Dabei wird klar, dass die Beteiligten ein am-bivalentes Verhältnis zu „Räumen“, zu Nähe und zu Distanz, besitzen. Manche kapseln sich ab, schließen sich ein, obwohl gleichzeitig eine große Sehnsucht nach Kontakt und Nähe besteht: Was wir am meisten lieben, macht uns die größte Angst.
Das Leben ist voller Widersprüche. Die Folgen sind fatal: Nach außen hin geben sich die Beteiligten freundlich, hintenherum finden – im privaten wie im öffentlichen Bereich – Ausgrenzung und Mobbing statt. Es gibt Täter und Opfer, doch sind andererseits die dreizehn Menschen so beschaffen, dass die Rollen keineswegs immer eindeutig sind.
Vor allem aber: Ausgrenzung und Mobbing sind bloße Ventile, die auf Dauer die Spannungen nicht lösen können. Im Gegenteil: diese steigern sich bis ins Unerträgliche, bis es zu der unvermeidlichen „Explosion“ kommt. Ausgelöst dadurch, dass es eine Beteiligte einfach nicht mehr aushält.
Selbstverständlich gibt es von Anfang an auch Anziehung, Faszination, Dynamik: „neue Räume“ tun sich auf, gerade dort, wo es am wenigsten erwartet wird. Und deshalb ist die Geschichte der dreizehn Menschen auch eine spannende, führt durch alle Höhen und Tiefen, bereitet dem Zuschauer kein klassisches Happy End, aber lässt auch Hoffnung zu.
Badische Zeitung
"Ein wenig wie die "Lindenstraße" erscheint die Story um die zwölf kauzigen Hausbewohner, die verschiedener nicht sein könnten. In knappe Skizzen gegossen entwickeln sich so assoziative Stimmungsbilder zwischen Lust und Frust. Was hier zählt, ist neben Mut und Kreativität der Einblick in eine andere Wirklichkeit, in der Begrenzung und Abhängigkeit im Alltag oft schmerzhaft dominieren."
(07.10.2005)
Zuschauer*innen
"Zutiefst bewegend und gut!“
"Vielen Dank für einen besinnlichen, poetischen, nachdenkenswerten,…einen schönen Abend!“
"Einfach erfrischend und köstlich und fröhlich und ernst.“
"Herzerfrischend ehrlich!“



